St.Sebastianus Schützenbruderschaft Kuchenheim
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Historie
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150-jährige Geschichte des Kuchenheimer Schützenplatz

Die St. Seb. Schützenbruderschaft Kuchenheim kann auf eine fast 600-jährige Geschichte zurückblicken, seit 1740 beschäftigten sich die Mitglieder mit Schießspielen. Das älteste vorhandene Königßchild ist von 1795 von Georg Breuer. Das jährliche Vogelschießen und auch die Schießspiele zu Schützenfest fanden zu dieser Zeit noch in einer Sandkuhle am Dicken Boom statt, am Rheinbacher Weg. Doch bereits in den 1850er Jahren wurde klar, daß diese Stelle zu wenig Platz bot, da immer mehr auswärtige Vereine das Schützenfest besuchten. Seit 1860 wird das bis heute bestehende Preisvogelschießen mit Haushaltswaren als Preise, sowie das Sterneschießen für auswärtige Bruderschaften durchgeführt. Hinzu kam, daß sich die Mitglieder einen festen Platz wünschten, um gesellig beisammen sein zu können. Da die Schützenbruderschaft aber zu dieser Zeit keine Kooperationsrechte besaß, mußte ein infrage kommendes Grundstück von einer Privatperson gekauft werden. Aus der Privatakte vom 11.02.1861 geht hervor, daß der damalige Präsident Johann Josef Koenen zwei nebeneinander liegende Ackerparzellen am Rheinbacher Weg von der Witwe Peter Geuer und Kindern und von den Eheleuten Anton Arnold und Maria Barbara Eßer kaufen konnte - den heutigen Schützenplatz. Ausdrücklich wird festgestellt, daß der Schützenplatz nur Eigentum der St. Seb. Schützenbruderschaft Kuchenheim sein soll.



Gleichzeitig sollte mit dem Bau der Schützenhalle begonnen werden. Hierzu wurde am 02.März 1862 die Bauerlaubnis erteilt. So konnte unter einer finanziellen Gesamtaufwendung von 432 Thalern 11 Silbergroschen und 8 Pfennig an der Stelle des heutigen Imbiß und des Rechts danebenliegenden Parkplatzes das erste Schützenhaus (Tanzsaal) unserer Bruderschaft entstehen. Auf die Frage, warum wir in diesem Jahr das Jubiläum feiern, möchten wir auf einen Brief aus dem Jahr 1962 verweisen, indem unser ehemaliger Bundeskanzler Konrad Adenauer unserem Ehrenpräsidenten Willi Rupperath zum 100-jährigen Jubiläum gratulierte. Im Folgenden gehen wir auf einige Besonderheiten unseres Schützenplatzes ein, während genaue Einzelheiten bei einer später stattfindenden Feierlichkeit präsentiert werden. Gebäude: Vom einstigen Schützenhaus sind nur noch Reste im heutigen Imbiß erhalten. Das ursprüngliche Gebäude von 1862 beherbergte ab 1923 im Seitentrakt einen Wohnbereich. Als Besonderheit seien hier Teile einer naturwißenschaftlichen Sammlung erwähnt, die der Schützenbruderschaft einst von Christian Schänzer aus Montevideo geschenkt wurden. Die sich darunter befundenen Walfischknochen und ein Krokodilpanzer konnten bis in die 1960er Jahre über dem Deckenbalken des Saales bewundert werden. Da dieses Gebäude im 2.Weltkrieg auch von Soldaten genutzt wurde und es aufgrund seines Alters baufällig war, wurden diese Schätze, aus heutiger Sicht leider, auf der Mülldeponie entsorgt. Der große Sturm vom März 1967 bedeutete das Ende dieses ersten Schützenhauses. Der alte Saal stürzte fast ganz ein und mußte abgerißen werden.



Zu den Schützenfesten wurden bis in die 1950er Jahre Planen zwischen den Kastanien gespannt, unter denen die Gäste auf den 1907 erworbenen und teilweise bis heute noch benutzten Tischen und Stühlen Platz nehmen konnten. Um aber auch bei schlechterem Wetter das Vogelschießen beobachten zu können, wurden 1956 Sitzhallen gebaut, die Pfingsten 1957 erstmals genutzt werden konnten. Diese werden heute teilweise als Unterstellplatz für die Gartenmöbel aber auch als Grill- und Reibekuchenbude genutzt. Viele der älteren Kuchenheimer erinnern sich auch heute noch an die Zeit, als ein Teil des Schützenplatzes als Turn- bzw. Sportplatz genutzt wurde. Dies war seit 1863 geregelt, die Bruderschaft erhielt dafür 5 Thaler jährlich. Die Umkleide dient nun als Wohngebäude.



Das heutige Schützenhaus entstand in zwei Abschnitten. Am 20.01 1962 (Sebastianus) wurde der Grundstein zum Bau einer kleinen Schützenhalle, der heute sogenannten Gastwirtschaft, gelegt, die bereits am 19.08.1962 eingeweiht werden konnte. Dadurch wurde eine änderung unserer Schießanlage erforderlich, die von früher 100m (Start liegt heute unter dem Saal im Imbiß) auf nun 50m verkürzt wurde. Es wurde allerdings schnell klar, daß auch dieses Gebäude auf Dauer zu klein war, sodaß mithilfe von Landeszuschüßen und der Hilfe vieler fleißiger Schützen 1986 der heutige Saal errichtet werden konnte. Seither beherbergt das Schützenhaus eine 10m-Luftgewehrbahn für 12 Schützen im Keller und die Bruderschaft kann die gesamte Halle vielfach im Jahr vermieten.



An dieser Stelle seien noch zwei wichtige Denkmäler erwähnt, die im Laufe der letzten 125 Jahren ihre Heimat auf unserem Schützenplatz fanden. 1871 fand ein Siegesfest anläßlich des Endes des deutsch-französischen Krieges mit einem Preisvogelschießen statt, von deßen Erlös ein Kriegerdenkmal errichtet werden sollte. Dieses Denkmal konnte am 7.10.1877 enthüllt werden. Auf ihm befinden sich die Namen der gefallenen Kuchenheimer. Darüber thront ein Bronzeadler. Ursprünglich stand es an der Stelle des jetzigen Saales. Daher war es nötig, daß Denkmal beim Neubau zu versetzen. Nachdem dies beim ersten Mal gut ging, paßierte leider beim zweiten Umsetzen auf den jetzigen Standpunkt das Unglück: das Denkmal kippt und einige Teile sowie der Adler brechen ab. Ein Großteil konnte restauriert werden, sodaß auch heute noch traditionell unsere Gruppenfotos vor diesem Denkmal gemacht werden können. Ein weiteres geschichtsträchtiges Objekt befindet sich an der Kopfseite des Schützenhauses, das Bäcker-Janns-Kreuz. Ursprünglich stand sein Vorgänger aus Sandstein seit Mitte des 15.Jh. am oberen Ende der Schießbergstraße. 1806 fiel es Napoleons Säkularisierung zum Opfer. In einer Nacht und Nebelaktion wurde dann ein neues Holzkreuz von Franz Anton Schlaeger, genannt Bäckerhannes nach dem alten Vorbild geschnitzt und mithilfe der Schützenbruderschaft an seinen Platz gestellt. 1980 wurde es aufgrund einer Flurbereinigung auf den Platz in der Nähe der Hauptschule versetzt. Wegen der beßeren Witterungsbeständigkeit wurde 1989 wieder eine Sandsteinkopie hergestellt und das restaurierte Original (geschnitzte Originalseiten auf neue Balken gesetzt) von 1806 ist seither auf dem Schützenplatz zu bewundern.



Quellen: Krudewig, Johannes; Geschichte der Bürgermeisterei Cuchenheim, Euskirchen, 1921.| St. Seb. Schützenbruderschaft Kuchenheim(Hrsg.); 550 Jahre St. Seb. Schützenbruderschaft Kuchenheim, Euskirchen, 1968.| Joist, Dr. Conrad-Peter; Wegekreuze und Bilderstöcke im Seelsorgebereich Euskirchen- Erftmühlenbach-


Text und Fotos geschrieben und zusammengestellt von Melanie Schiffer und Lisa T.Rupperath

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Termine

März 2018

02. Jahreshauptversammlung
03. JHV Bezirksverband Euskirchen
11. Bundesvertreterversammlung
18. Bez.Tagung Kuchenheim
18. Bez.Jungsch.Tag Kuchenheim
25. Osterschießen


April 2018


Mai 2018

06. SF in Füssenich
12.u.13. Bundesköniginnentag in Westenholz
13. SF in Rövenich
21. Königsschießen Kuchenheim
25. Krönungsmesse Kuchenheim
27. SF in Bad Münstereifel
31. Ehrenkönigsschießen Kuchenheim



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